
Kunst in der Era
Seit 1999 bereichert die ERA die Kulturlandschaft Triers mit vielfältigen Ausstellungen europäischer Künstler, von Nachwuchstalenten bis hin zu etablierten Künstlern aus Deutschland und dem Ausland. Das großzügige Foyer, die helle Cafeteria und die 2011 hinzugefügte verglaste Galerie der Akademie bieten ideale Räumlichkeiten und Lichtverhältnisse für die Präsentation von Gemälden, Grafiken, Fotografien, Skulpturen und anderen bildenden Kunstwerken.
Kunst hat bei ERA schon immer eine wichtige Rolle gespielt – so sehr, dass im Laufe der Jahre ein bestimmtes Werk zum Symbol unserer Akademie geworden ist: La jaula de la libertad (Der Käfig der Freiheit).
Besucher der ERA-Zentrale und Teilnehmer unserer Fortbildungsveranstaltungen kennen diese monumentale Skulptur des großen spanisch-baskischen Künstlers Eduardo Chillida. Das Werk wurde speziell für den Platz vor dem ERA-Konferenzzentrum entworfen und 1998 dort aufgestellt. Es veranschaulicht meisterhaft die Dialektik zwischen Gesetz und Freiheit.
Neben den Reproduktionen römischer Büsten, die in unserem Hauptgebäude zu finden sind, wurden der ERA im Laufe der Zeit viele Kunstwerke geschenkt, die in unseren Räumlichkeiten dauerhaft ausgestellt sind. Seit ihrer Gründung hat die ERA auch über hundert temporäre Kunstausstellungen beherbergt und damit verschiedene Künstler – ob Anfänger oder etabliert, lokal oder international – unterstützt.
27
Jahre
101
Ausstellungen
Ausstellung vom 12. März bis 8. Mai 2026.
Kommende Ausstellung: 2 lives for art
Skulpturen Achim Blankenhorn – Malerei Dorette Polnauer
Der Titel dieser Ausstellung ist keine Floskel. Er beschreibt, was beide Künstler tatsächlich leben: Kunst als Lebensform.
Dorette Polnauer begann ihre künstlerische Laufbahn mit dem Studium von Grafik-Design in Stuttgart und ist der Malerei seit 40 Jahren treu geblieben, wobei die Reduktion der Gestaltung sehr von ihrem Studium beeinflusst wurde. Ein Vorbild war hier auch der Künstler Marc Rothko, wenn auch sich ihr Ausdruck der Farbe ständig weiterentwickelt hat.
In ihren Arbeiten spürt man die Verbindung von Innerem und Äußerem, von Emotionen und Struktur. Sie schafft Bilder, die nicht laut sind, sondern in der Tiefe berühren – Schichten aus Farbe, Transparenz und Erinnerung.
Ihre Kunst ist oft geprägt von Natur, Bewegung und Zeit – vom Wachsen, Vergehen und Wiederaufblühen. Dorette sucht nicht nach schnellen Antworten, sondern nach Spuren des Lebendigen – und das macht ihre Werke nahbar, so wahrhaftig.
Besonders haben sie Ihre mehrfachen Reisen nach Australien, Afrika und Neuseeland beeinflusst.
Achim Blankenhorn geht den Dingen auf andere Weise auf den Grund. Seine künstlerische Sprache ist klar, reduziert und kraftvoll. Er beschäftigt sich mit Materialität, Raum und Konstruktion, und doch ist seinen Arbeiten eine poetische Spannung zu spüren – das Ringen zwischen Ordnung und Freiheit, Struktur und Geste.
Seine Kunst spricht von einem tiefen Verständnis des Handwerks, aber auch von einer philosophischen Haltung: Kunst als Versuch, die Welt zu begreifen – nicht zuzusehen, sondern zu denken und zu fühlen.
Wenn man durch diese Ausstellung geht, spürt man, dass beide Künstler nicht nebeneinander, sondern miteinander gewachsen sind. Ihre Wege kreuzen sich in Themen, Haltungen, vielleicht auch in stillen Auseinandersetzungen – und gerade darin liegt der Reiz dieser Präsentation: Es ist kein Wettbewerb, sondern ein Gespräch. Ein Gespräch in Farbe, Form und Linie.
Zwei Leben für die Kunst – das bedeutet auch: zwei Menschen, die sich der Kunst verschrieben haben, ohne sich selbst zu verlieren. Es bedeutet, dass Kunst nicht nur im Atelier entsteht, sondern im Leben selbst – im Alltag, im Austausch, im Miteinander.
Diese Ausstellung ist daher nicht nur eine Schau von Bildern und Skulpturen, sondern auch ein gemeinsames Zeugnis eines künstlerischen Lebenswegs – geprägt von Neugier, Mut und der Freude am Gestalten.
Beide Ateliers befinden sich seit 1997 in Zemmer. Dorette war bereits 2004 mit ihrer Ausstellung ‚Rot-Blau-Gelb‘ in der ERA zu sehen.
Vernissage:
Donnerstag, 12. März um 19 Uhr
Begrüßungsansprache: Rainer Breuer
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Dienstag von 9.00 bis 13.00 Uhr
Mittwoch von 9.00 bis 13.00 Uhr
Donnerstag von 9.00 bis 17.00 Uhr
Freitag von 9.00 bis 13.00 Uhr






