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GeSCHICHTE DER ERA

1992

Gründung der Europäischen Rechtsakademie

Am 22. Juni 1992 wurde die ERA in Trier als gemeinnützige öffentliche Stiftung auf Initiative des Europäischen Parlaments gegründet. Ziel war es, eine zentrale Einrichtung zu schaffen, die die einheitliche Anwendung des europäischen Rechts in Zeiten zunehmender europäischer Integration und der Vollendung des Binnenmarkts fördert. Zu den Gründungsstiftern gehörten das Großherzogtum Luxemburg, das Bundesland Rheinland-Pfalz, die Stadt Trier sowie der Förderverein der Akademie.

1992-1997

Aufbauphase und erste Fortbildungen in Mittel- und Osteuropa

Unmittelbar nach ihrer Gründung entwickelte die ERA ihr erstes Fortbildungsprogramm. Bereits 1993 fanden erste Veranstaltungen in Mittel- und Osteuropa statt, um zukünftige EU-Beitrittsstaaten zu unterstützen.
1994 schlossen sich alle sechzehn deutschen Bundesländer und die Bundesrepublik Deutschland der Stiftung an.

1998-1999

Eröffnung des ERA-Konferenzzentrums

Im September 1998 wurde das neu errichtete Konferenzzentrum der ERA in Trier in Anwesenheit der Präsidenten der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, des Europäischen Gerichtshofs und des EFTA-Gerichtshofs feierlich eröffnet.

2000-2011

Wachstumsphase, neue Stifterstaaten und erweiterte Infrastruktur

Im Jahr 2000 war die ERA Gründungsmitglied des European Judicial Training Network (EJTN) und unterstützt seither die Weiterentwicklung des Netzwerks.

In dieser Zeit traten zahlreiche europäische Staaten der Stiftung bei, sodass die ERA als Organisation erheblich an Größe und Bedeutung gewann. Folgende Länder traten der Stiftung bei: Irland (2000); Polen, Griechenland und Spanien (2001); Portugal, Italien, die Niederlande und das Vereinigte Königreich (2002); Ungarn, Schweden, Finnland und Österreich (2003); die Slowakei, Frankreich und Schottland (2005); Zypern (2006); Malta, Slowenien und Rumänien (2007); die Tschechische Republik und Bulgarien (2008); sowie Kroatien (2009).

2011 nahm die ERA ihr erweitertes Kongresszentrum in Betrieb. Durch die Integration des ehemaligen Bundesbankgebäudes konnten zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden, um der wachsenden Nachfrage nach Fortbildungsangeboten gerecht zu werden.

2012-2018

Erweiterung zur EU-weiten Stiftergemeinschaft

Zwischen 2012 und 2018 traten die verbleibenden EU-Mitgliedstaaten der Stiftung bei, darunter Litauen (2012), Dänemark (2014), Lettland (2016), Belgien (2017) und Estland (2018)

2019-Heute

Digitale Transformation und Ausweitung des europäischen Netzwerks

Die ERA hat ihr Fortbildungsangebot gezielt an den digitalen Wandel angepasst und in den vergangenen Jahren ein breites Portfolio an Präsenz-, Hybrid- und Onlineformaten für die Teilnehmenden geschaffen.

Parallel dazu wuchs der Kreis der Stifter über die EU hinaus: Albanien (2023) und Serbien (2024) traten der Stiftung bei. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung der ERA bei der Unterstützung von Rechtspraktikern in den Ländern, die sich auf eine zukünftige EU-Mitgliedschaft vorbereiten

Ausblick

Innovation und nachhaltige Entwicklung (2025–2027)

Für die kommenden Jahre setzt die ERA klare Schwerpunkte: Die konsequente Weiterentwicklung ihrer digitalen Formate, eine stärkere Ansprache jüngerer Zielgruppen, die Vertiefung der Zusammenarbeit mit europäischen Partnerorganisationen und die Weiterentwicklung ihres Profils als attraktiver, moderner Arbeitgeber.

Gleichzeitig setzt die ERA auf die hohe Qualitätsstandards bei der Gestaltung ihrer Fortbildungsprogramme sowie die nachhaltige Entwicklung und finanzielle Stabilität der Organisation, damit sie JuristInnen in der gesamten EU weiterhin durch erstklassige Fortbildung im EU-Recht zur Seite steht.

Präsidenten des Stiftungsrats seit Gründung

1992-2000  Horst Langes
2000-2021  Jacques Santer
Seit 2021 Jean-Claude Juncker

Präsidenten des Kuratoriums seit Gründung

1992-1997  Willi Rothley
1997-2010  John Toulmin CMG QC
2010-2021  Pauliine Koskelo
Seit 2021 Marc van der Woude

Vorsitzende des Politischen Beirats seit Gründung

2000-2002   Ana Palacio
2002-2006   Herbert Mertin
2006-2014   Klaus-Heiner Lehne
2015-2020   Pavel Svoboda
Seit 2021  Sabine Verheyen

Direktoren der ERA seit Gründung

1992-1999   Peter Caesar (Dep. Director Ernst Merz)
2000-2020   Wolfgang Heusel
Seit 2021  Jean-Philippe Rageade

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